Die Pflege des Do Khyi

Die natürliche Form des Do Khyi ist eigentlich sehr pflegeleicht. Das Haar des Do Khyi ist zweischichtig und besteht aus dem harten, geraden, glänzenden Deckhaar, und der weichen, leicht fettigen feinstgewellten Unterwolle.

Die Haarlänge des Do Khyi variiert von Hund zu Hund. Das standardgemäße Haarkleid bewegt sich zwischen Stockhaar und Langstockhaar. Der deutsche Schäferhund ist das klassische Beispiel des Stockhaars oder Langstockhaars, auch hier gelten langhaarige Hunde als unerwünscht.

Do Khyi Rüde im klassischem Stockhaar

Die Behaarung des Stockhaars bezieht sich wohlgemerkt immer auf die Behaarung des Körpers!

Die Behaarung an Beinen Schnauze, Kopf, Rute und der Rückseiten der Beine variieren zwischen wenigen Millimetern bis hin zu mehr als zwanzig Zentimetern.

Langhaarige und kurzhaarige Do Khyi liegen außerhalb des Standards.

Wie bei allen stockhaarigen Hunde reicht ein kurzes Bürsten alle 2 Wochen, sowie das kämmen der längeren Haarpartien an Rute und Oberschenkel.

Langhaarige Do Khyi werden gekämmt, und zwar wesentlich öfter. Schuld ist die meist wesentlich schlechtere Haarstruktur, die zum filzen neigt. Insbesondere hinter den Ohren sollte man regelmäßig kämmen, da sich hier schnell regelrechte Filzknoten bilden können, die den Hund stören und später nur noch mittels Schere entfernt werden können.
Einmal im Jahr - zum Frühjahr - geht der Do Khyi in den Haar wechsel. Hier wird nahezu die gesammte Unterwolle, als auch ein Teil des Deckhaars abgeworfen.

Tägliches bürsten und kämmen ist jetzt unerlässlich, wie man bei diesem standardgemäßen Langstockhaar-Do Khyi sehr gut erkennen kann.

Während der Haarungszeit erneuert sich gleich auch ein Teil der Oberhaut und der Do Khyi kann daher stark schuppen.

Die Abstoßung des abgestorbenen Fells ist wie bei der Wildtierhaarung normal und kann enorme Ausmaße annehmen, wie man hier aus der Nähe betrachtet sehr gut erkennen kann.

In diesem Stadium lösen sich die Haare schon selbständig, da der Do Khyi sich statisch aufläd um sein Winterell abzustoßen.

Deswegen genügen hier schon wenige Minuten, um den Do Khyi wieder salonfähig ausschauen zu lassen.

Die Menge der Haare, die abgestoßen werden, richtet sich nach dem Alter und nach dem Haarvolumen, welches der Do Khyi je nach Witterung und Ernährung im Herbst aufgebaut hat.

3 4 Körbe oder wahlweise einen blauen Müllsack voll, können es schon sein, die man während des Fellwechsels auskämmen muß.

Dafür haart der Do Khyi den Rest des Jahres so gut wie überhaupt nicht.
Der Haarwechsel ist ein ganz normaler Vorgang, keinesfalls den Tierarzt aufsuchen der eventuell in Unkenntnis dieses Rassemerkmals unnötigerweise Medikamente verschreiben könnte, die dem Do Khyi schaden könnten!

Nach Abschluß aber wirklich erst nach Abschluß der Haarung ( ca. 4 Wochen) können sie den Do Khyi kurz waschen. Hierzu verwendet man am besten ein sanftes handelsübliches Haarshampoo mit Frucht- oder Nußöl.

Baden sie den Do Khyi auf keinen Fall während der Haarung, daß führt zu ekeligen Verfilzungen der bereits gelockerten Haare, welche tagelang nicht trocknen und später meist durch Anwendung härterer Maßnahmen entfernt werden müssen!
Besonderheiten

Insbesondere bei langhaarigen Do Khyi die nicht genügend bewegt werden, oder auch bei älteren Do Khyi, werden die Haare an den Pfoten zwischen den Ballen oftmals zu lang.

Diese langen Haare können den Do Khyi in bestimmten Situationen behindern.

Bei älteren Do Khyi können diese unter Umständen so lang werden, daß er auf glatten Böden (Parkett,Fliesen) nicht mehr in der Lage ist, aufzustehen, oder sich gar aufrecht zu halten.

Im Winter, insbesondere bei Schnee, bilden sich an diesen Haaren kleine und größere Eisklumpen, die dem Do Khyi Schmerzen bei der Bewegung verursachen. Darum gilt: Der Haarbewuchs an den Pfoten muß regelmäßig kontrolliert und notfalls gekürzt werden!

Bei den Standard-Abweichenden langhaarigen Do Khyi sollte man auch den Bewuchs der sogenannten Hose im Auge behalten. Manche langhaarigen Do Khyi verfügen nämlich über einen derartigen dichten Haarwuchs, das insbesondere bei weicherm Kotabsatz das Fell so verschmutzen kann, daß es den Kotabsatz behindert.

Hier gilt natürlich, daß Abhilfe geschafft werden muß, indem man diese Partien einkürzt.

Bei Do Khyi mit standardgemäßem Stockhaar oder Langstockhaar kommt dieses Problem nicht vor.

Krallenpflege

Normalerweise läuft sich ein gut bewegter Do Khyi seine Krallen selber ab. Ungenügend bewegte oder auch ältere Do Khyi neigen jedoch dazu, zu lange Krallen auszubilden. Manche Do khyi knabbern sogar ihre eigenen Krallen ab, soweit sollte es aber nicht kommen.

Da zu lange Krallen den Do Khyi beim Laufen behindern und auch Schmerzen verursachen, ist dieser Zustand nicht akzeptabel.

Do Khyi, die zu diesem Problem neigen, sollten einer regelmäßigen Krallenkontrolle unterzogen werden, und, bei Bedarf, sollten diese auch regelmäßig gekürzt werden.

Augenpflege

Bei gesunden Do Khyi erübrigt sich eine spezielle Augenpflege, da das Auge gut geschlossen mit anliegenden Augenlidern ist.

Bei Welpen in der Zahnung, kann es ähnlich wie bei kleinen Kindern leichtere Probleme geben. Hier kann es schon einmal dazu kommen, das vereinzelt erst das eine und dann das andere Augenunterlid etwas hängt und vielleicht auch gerötet ist. Das ist normal.

Solange keine Entzündung gelblicher oder grünlicher Ausfluß vorhanden ist, einfach nur einmal täglich künstliche Tränenflüssigkeit einträufeln um eventuelle Staubkörnchen auszuspülen.

Ohrenpflege

Die Ohren des Do Khyi soll man regelmäßig kontrollieren hochklappen und reinschauen,bei guten Lichtverhältnissen im Freien oder auch mit Taschenlampe.

Bei sichtbarer auch leichter Verschmutzung mit entsprechender Reinigungslotion (bitte lauwarm!) säubern.

Bei starker, immer wiederkehrender oder anhaltender (meist riechender) Verschmutzung Verdacht auf Milben, Bakterien oder Pilze bitte nicht sofort behandeln, sondern erst einen Abstich vornehmen, Kultur anlegen und ein Antibiogramm fertigen lassen.

Das ist in sofern wichtig, weil eine Ohrenbehandlung für den Do Khyi unangenehm ist, und weil es absolut sinnlos ist, z.B. auf Verdacht Milben zu behandeln, wenn es sich um Pilze oder resistente Keime handelt.

Wichtig: Eine Behandlung immer mindestens noch eine Woche nach verschwinden der Symtome weiterführen um ein erneutes Aufleben der Infektion und die damit einhergehende Resistenzgefahr zu verhindern.

Besonderer Hinweis:

Sollte bei einem Do Khyi immer wieder Ohrenprobleme auftreten, sollte man vorsichtshalber eine Blutuntersuchung auf Hypothyreose durchführen lassen, denn oftmals ist eine Schilddrüsenunterfunktion die Ursache für ein gestörtes Imunsystem.

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